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Das heute noch benutzte Widumgebäude wurden im Jahr 1554 erbaut und
hatte anfangs als grundherrliches Amtshaus des Klosters Neustift gedient.
Der Bau des Sebastiankirchleins in Betal, das den Pestheiligen Rochus und Sebastian
geweiht ist, erfolgte das den Pestheiligen Rochus und
Sebastian geweiht ist, aufgrund eines Gelöbnisses der Welschnofner
aus der Pestzeit 1634-36. 1665 wurde der Bau fertiggestellt. Eingeweiht
wurde der 1665 fertig gestellte Bau erst anlässlich der 1697
stattgefundenen Visitation. Die seelsorgliche Bedeutung, die das
Sebastiankirchlein im Laufe der Zeit erworben hatte, lässt sich
aus den vielen Andachten ersehen, die bis in die neueste Zeit herauf
dort abgehalten wurden. Zeitweise wurde sogar ein eigener Mesner für
diese Kirche gehalten. Die bestehenden Altäre und die Kanzel sind
barocke Werke mit Säulen und Rebengewinde und verkröpftem
Gebälk.
Die Josefskirche, die auf der "Moartal"-Almwiese steht, wurde im
Jahr 1897 vom "Verein für Alpenhotels" nach den Plänen der
Meraner Baumeister J. Musch und C. Lun errichtet. Der Plan sah neben
einem Dachreitertürmchen noch einen, auf die Sakristei aufgesetzten
und 17 m hohen Turm vor, der aber - wohl aus Terminschwierigkeiten -
nicht erbaut wurde. Auch die Errichtung einer Kanzel, deren Zugang
durch diesen Turm verlaufen sollte, unterblieb. Die Einweihung fand
am Sonntag, 11. Juli 1897 statt. In den Jahren bis zum ersten
Weltkrieg fanden im Josefskirchlein während der Sommersaison
täglich hl. Messen statt, die besonders an Sonn- und Feiertagen
von den Hotelgästen, aber auch von den Almleuten aus der Umgebung
fleißig besucht wurden. Die Hotelverwaltung stellte dafür
einen eigenen Hotelkaplan ein.
Während des ersten Weltkrieges wurden in unmittelbarer Nähe des
Kirchleins etwa dreißig kriegsgefangene Russen beerdigt, die
beim Bau der Nigerstraße eingesetzt und im besonders strengen
Kriegswinter 1916/17 umgekommen sind. 1939 wurden ihre Gebeine exhumiert
und mit denen vom "Russenfriedhof" beim Niger aufgrund eines Abkommens
mit der Sowjetunion in ihre Heimat überführt.
Mit der Umstrukturierung des Karersee-Hotels nach dem zweiten Weltkrieg
kam auch das Kirchlein in Gefahr, zweckentfremdet oder zerstört
zu werden. Daher erwarb die Pfarre Welschnofen das Kirchlein 1976. Mit
dem zusätzlichen Ankauf eines, in unmittelbarer Nähe des
Kirchleins gelegenen Chalets, das sich für Einrichtung einer
Priester- und Mesnerwohnung eignete, sollte die Voraussetzung einer
seelsorglich tauglichen Außenkirche geschaffen werden.
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