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Pfarrgemeinde Welschnofen
  :: Die Geschichte der Pfarrgemeinde Welschnofen :: Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Über den ursprünglichen Bau des denkmalgeschützten 37 m hohen Pfarrturmes ist urkundlich wenig nachweisbar. Aus der Baurechnung des Jahres 1741 geht hervor, dass von Mitte Mai bis Ende Oktober 1741 am Turm Bauarbeiten im größeren Ausmaß stattgefunden haben, wofür bereits 1739 und 1740 Vorkehrungen wie Kalkbrennen, Schindelklieben und die Bereitstellung von Bau- und Rüstholz getroffen worden waren. Vermutlich wurde 1741 der Turm, der sich damals in einen erbärmlichen Zustand befand und sogar einzustürzen drohte, ab der Glockenstube, die sich vorher annähernd auf derselben Höhe befand wie heute, erneuert. Auch scheinen anlässlich dieser Bauarbeiten - wie innen am Mauerwerk ersichtlich - die ursprünglichen Schallfenster durch Ausmauerung um rund 2 bis 3 m erhöht worden zu sein. 1524 wird erstmals ein Geläut, das "etwas mehr und größer geworden ist" und von einer "großen Glocke", die auch mittags geläutet werden soll, erwähnt. 1821 hingen im Pfarrturm vier Glocken. 1866 hingen nur mehr drei Glocken von denen die größte 608 kg wog. Dieses Geläute war nicht besonders gutklingend wie der Oberwirtssohn, P. Maurus Kaufmann, um 1862 berichtet. 1866 wurde ein neues aus sechs Glocken bestehendes Geläute angeschafft, das insgesamt rund 3300 kg wog.

Im Ersten Weltkrieg wurden zwecks Herstellung von Kriegsmaterial mit Ausnahme der Großen alle Kirchenglocken abgenommen. 1924 sind wiederum fünf Glocken angeschafft worden. Da dieses Geläut nicht sehr stimmig war wurden 1987 diese dünnwandigen Glocken mit Ausnahme der Sterbeglocke durch neue und schwerere ersetzt.

Mit der Einsetzung eines ständigen Priesters in Welschnofen wurden die Toten nicht mehr auswärts, sondern hier bestattet. Näheres über die Errichtung und den Bestand des in unmittelbarer Nähe der Kirche gelegenen Friedhofes ist nicht bekannt. Der frühere rings um die Kirche angelegte Friedhof musste aus Gründen der Hygiene aufgelassen werden. Dieser war zuletzt mit Kastanienbäumen bepflanzt und wurde im Zuge des letzten Kirchenbaus und der Verbreiterung der Dorfstraße beseitigt, nachdem nach Norden hin ein weiterer Friedhofsteil angelegt worden war.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts bestand der Dorfkern von Welschnofen lediglich aus den beiden Unterkirchhöfen, dem Neustifter Kornkasten mit Stallung und dem alten Widum, der bereits 1373 erwähnt wird.

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