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Pfarrgemeinde Welschnofen
  :: Die Geschichte der Pfarrgemeinde Welschnofen :: Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Bereits im Herbst 1926 hatte Pfarrer Remigius Kaltegger mit dem Trentiner Kirchenmaler P. Angelo Molinari zwecks Neubemalung der Kirche Kontakt aufgenommen. Im Sommer 1828 malte der Kirchenmaler P. Angelo Molinari zusammen mit Rinaldo Dait die Kirche neu aus.
Der im selben Jahr vom Tischler Georg Plank Kundl mit seitlichen Aufbauten bereicherte Hauptaltar wurde vom Grödner Jakob Trenker bemalt und vergoldet. Die Gesamtkosten der Renovierungsarbeiten beliefen sich auf 21.051 Lire und wurden durch Spenden gedeckt. Zu Beginn der dreißiger Jahren stifteten Michael und Magdalena Seehauser ein neues, das Letzte Abendmahl darstellende Lünettenfenster für das Presbyterium. Eine unbekannte Spenderin hatte die Erneuerung des linken Seitenaltares angeregt. Ferdinand Stufflesser schuf eine Herz-Jesu-Statue, die 1929 in die Nische linken Seitenaltars gestellt wurde.
Bereits 1920 konnte die Empore dank der finanziellen Unterstützung von Josef Pattis Pentnersepp erweitert und dazu ein Zugang durch eine Außenstiege geschaffen werden. Der Stifter erwirkte das Benützungsrecht für die Musikkapelle des auf der Evangelienseite befindlichen Teils der Empore, dem sogenannten Musikantenchor. Dieses Vorrecht war jedoch an die Auflage zur ständigen Mitwirkung der Musikkapelle bei den kirchlichen Prozessionen geknüpft. Neben den Glocken mussten im Ersten Weltkrieg auch die Zinnpfeifen der hiesigen Kirchenorgel im Gesamtgewicht von 46,80 kg für Kriegszwecke abgegeben werden. Nach Abzug der Ausbaukosten verblieben dem Orgelfonds 704 Kronen. 1924 setzte der Orgelbauer Johannes Platzgummer aus Naturns dem bereits vorher instandgesetzten Instrument noch 54 Zink- und 84 Zinnpfeifen ein.
Erst die Bemühungen des Pfarrers Adolf Lehmann, dessen wiederholten Vorsprachen und Eingaben bei den zuständigen Stellen sowie Geldsammlungen schufen nach und nach die Voraussetzungen, eine neue Kirche zu bauen.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. April 1965 durch den Bischof der Diözese Bozen-Brixen, Joseph Gargitter, die Einweihung des fertiggestellten Baues am 7. Mai 1967 durch den Weihbischof Heinrich Forer. Von der alten Kirche in die neue übernommen wurden die Kreuzwegstationen (um 1741), ein "Herr im Elend", ein Tragkreuz mit Gottvater und heiliger Familie sowie noch ein Holzkruzifix, beide aus dem 18. Jahrhundert, ein Gemälde "Maria vom guten Rate" in versilbertem Blechrahmen mit reichem Rocaille und Reliquien (um 1770). Die beiden alten Nebenaltarbilder sind in einem Nebenschiff der Kirche aufgehängt.

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