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Die Weihe des neuen Gotteshauses fand am 21. August 1828 statt
und wurde vom Trientner Fürstbischof Franz Xaver Luschin
vorgenommen. Der Neubau war entsprechend dem Zeitgeist des
Vormärz im typischen "Ingenieurstil" errichtet worden. Er
war nüchtern und wies eine klassizistische
Linienführung auf. Die Einrichtung wurde vielfach
erneuert. Später kamen Wandmalereien und um 1840 eine
Orgel dazu. Die drei Altäre zierten Gemälde vom Fleimser
Maler Franz Unterberger. Das ursprüngliche Deckengemälde der
Kirche stammte von dem aus Völs gebürtigen Maler
Anton Psenner (1791-1866). 1891 gestaltete Josef Bart aus Brixen den
Hochaltar neu. Bei dieser Gelegenheit wurde von demselben das
Gewölbe des Presbyteriums mit dem segnenden Christus umgeben
von den Evangelisten bemalt und verziert.
Mit dem neuerlichen Anwachsen der Bevölkerung wurde
allmählich auch diese Kirche von 1827/28 zu klein. Schon vor
dem ersten Weltkrieg begann man darum an den Bau einer
größeren Kirche zu denken. Am 21. Juni 1908 wurde vom
Gemeindeausschuss folgender Beschuss gefasst: "Über Antrag
des Gemeindevorstehers (Alois Plank Waidmann) betreffend
Loyalitätsakte anlässlich des 60jährigen
Regierungsjubiläum Sr. Majestät des Kaisers
Franz Josef I. und des 50jährigen Priester-Jubiläum
Sr. Heiligkeit Papst Pius X. wurde zum Andenken an diese
beiden selten vorkommenden beziehungsweise zusammentreffenden
Jubiläen der Bau eines neuen Friedhofes und
Vergrößerung eventuell Neubau der Pfarrkirche in
Welschnofen einstimmig beschlossen."
Pfarrer Obersinner setzte sich stark für den Kirchenbau
ein und sammelte in seiner verhältnismäßig
kurzen Wirkenszeit 20.000 Kronen. Unter seinem Nachfolger
Friedrich Horngacher wurde vom Zimmermeister Tschenett ein
erster Plan entworfen, den Baumeister Mungenest verbesserte. Dieser
sah ein Gotteshaus im "romanischen" Stil vor, und schien
allgemein Gefallen gefunden zu haben. Die Gründung eines
Kirchenbauvereines wurde 1910 von Kooperator P. Arbogast Reiterer
aus Lana angeregt.
Nach Muster des dortigen Kirchenbauvereines
arbeitete er ein entsprechendes Statut aus, das den amtlichen
Sichtvermerk erhielt. Zwecks Sammlung von Geldern wurde das
Gemeindegebiet in dreizehn Bezirke eingeteilt, für die
jeweils ein Sammler beauftragt wurde. Der Baumeister Musch aus
Meran erklärte sich bereit, einen weiteren Plan zu entwerfen.
Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges konnte jedoch an die
Ausführung des Projektes nicht mehr gedacht werden.
Die bereits gesammelten Kirchenbaugelder in Höhe von rund
70.000 Kronen gingen als gezeichnete Kriegsanleihen
verloren. In der Zwischenkriegszeit konnte aufgrund der
schlechten wirtschaftlichen Lage an einen Neubau nicht mehr
gedacht werden.
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