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In der Wirkenszeit des Kuraten Benedikt Söll (1722-1729)
richteten die Welschnofner ein Bittschreiben an den Prälaten
von Neustift um Beihilfe zur Errichtung einer Kooperatur. Von 1726
an bis 1987 waren fast ununterbrochen Kooperatoren in Welschnofen
tätig. In den Achzigerjahren des vorigen Jahrhunderts gab es
Ansätze zur Stiftung eines dritten Priesters.
Der erste Kirchenbau in Welschnofen ist nicht belegt. Er
dürfte aber kaum vor der ersten Jahrtausendwende erfolgt sein. Die
ersten Erwähnungen eines bestehenden Gotteshauses gehen auf die
Jahre 1278 und 1298 zurück. Es dürfte sich hierbei bloß
um eine sehr kleine Kirche gehandelt haben. Um- und Erweiterungsbauten
an der hiesigen Pfarrkirche und am Turm sind nur für die Jahre
1747 und 1827 bzw. 1704 und 1741 nachweisbar.
Aufgrund einer im Jahr 1825 erfolgten Abmessung sind die Ausmaße
eines früheren Kirchengebäudes, dem im Jahr 1747 ein Vorchor
angefügt worden war, bekannt. Dieses war knapp 10 m lang und
7 m breit und war mit einem spitzbogigen "Lattelgewölbe" und
zwei Altären ausgestattet. Bis zur Gewölbshöhe
maß es nur 7 m und bis zum Gewölbeansatz 2,5 m. Auf
der Nordseite war das Gebäude bis zum Gewölbeansatz
im Schutt vergraben, wodurch Feuchtigkeit eindrang. Ob es sich
hierbei um das ursprüngliche Gotteshaus handelt, ist
nicht nachweisbar.
Das allmähliche Anwachsen der hiesigen Bevölkerung
erforderte die Vergrößerung der Kirche. Daher wurde
dem bereits bestehenden Bau gegen Osten hin ein Presbyterium
angefügt, wodurch sich die Grundfläche fast
verdoppelte. In diesem Vorchor fanden neben dem Altar auch
noch Betstühle Platz. Der rechteckige Zubau war rund 9 m
lang und 6 m breit und wurde, ebenso wie das Langhaus, mit
einem Lattelgewölbe eingedeckt.
1825 nahm die Kreiskommission unter dem Vorsitz von
Joseph Graf von Sarnthein und der beigezogene Kreisingenieur
Patscheider einen Lokalaugenschein vor.
Die Kommission kam schnell zum Schluss, dass eine Vergrößerung der
Kirche dringend geboten war. Am 14. Mai 1827 erteilte das k. k.
Gubernium in Innsbruck die Bauerlaubnis. Da das Baumaterial zum
Großteil bereitgestellt war, konnte der Neubau innerhalb
eines Jahres fertiggestellt werden. Die alte Kirche wurde bis
auf den Vorchor abgerissen. Auch die nördliche Langhausmauer
blieb zum Großteil stehen. Am 5. Juni 1827 nahm Pfarrer
Ingenuin Kaufmann mit der zahlreich erschienenen Bevölkerung
die feierliche Grundsteinlegung vor. Mit der Bauausführung
war der Baumeister Josef Simon Moosbrugger betraut worden.
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