Pfarrgemeinde Welschnofen

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Pfarrgemeinde Welschnofen
  :: Die Geschichte der Pfarrgemeinde Welschnofen :: Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9





Die Anfänge kirchlichen Wirkens in Welschnofen liegen mangels Belegen gänzlich im Dunkeln. Die Entwicklung der Seelsorge dürfte schrittweise mit der Besiedlung dieses Hochtales einhergegangen sein. Eine ganzjährig bewirtschaftete Siedlungsstruktur dürfte, wie der Stand der modernen Forschung zeigt, wohl kaum vor der ersten Jahrtausendwende entstanden sein. Die erste urkundliche Erwähnung der Welschnofner Kirche geht auf das Jahr 1298 zurück. Die betreffende Urkunde bezeichnet das hiesige Gotteshaus als Ort, an dem Reimbert von Völs mit den Fassanern einen Freundschafts- und Beistandsvertrag schloss. Im Jahr 1365 scheint der hl. Ingenuin als Patron dieser Kirche auf und neun Jahre später taucht in einer Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1374 auch der hl. Albuin als Mitpatron auf. Das Doppelpatrozinium Ingenuin-Albuin weist darauf hin, dass der Zeitpunkt des ersten Kirchenbaues nicht vor dem 12. Jahrhundert angesetzt werden kann.

Welschnofen unterstand bis 1818 dem Bistum Brixen und lag wie Fassa in dessen südlichsten Bereich. Der Kardaunbach, der Fötschenbach und der Latemar bildeten hier die Grenze zur Diözese Trient. Dass die Fassaner Urpfarre St. Johann vormals auch das Welschnofner Gebiet seelsorglich betreute, ist kaum anzunehmen, kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Die These, Welschnofen sei ursprünglich von ladinischen Kolonisatoren besiedelt worden, ließe diesen Schluss zu. Die auffällige Häufung ladinischer Hof- und Flurbezeichnungen im Talschluss weist in diese Richtung.
Wie alle jüngeren Urkunden zeugen, scheint Welschnofen immer schon durch die Urpfarre Völs seelsorglich betreut worden zu sein. Als Ort wird Völs erstmals im Jahr 888 erwähnt, als Pfarre dagegen erst um 1170. Es ist nicht belegt, aber durchaus denkbar, dass in Völs, lange bevor der Bischofssitz von Säben nach Brixen verlegt worden ist (um 990), eine Seelsorgestation bestanden hatte.

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